Standards and Requirements for P1, P2, and P3 Laboratories

Erstellt 2024.12.31

Einführung: Warum Biosicherheitsstufen wichtig sind

Biosicherheitslabore (BSL) sind für Forschungseinrichtungen, Krankenhäuser und Gesundheitsbehörden, die mit biologischen Agenzien unterschiedlicher Risikostufen arbeiten, unerlässlich. Das Verständnis der Unterschiede zwischen BSL-1, BSL-2 und BSL-3 ist entscheidend für die Gewährleistung sicherer Abläufe, ein angemessenes Einrichtungsdesign und die Einhaltung des WHO-Biosicherheits-Handbuchs (4. Auflage), der CDC/NIH-Richtlinien und nationaler Vorschriften.
Bei der Guangzhou Cleanroom Construction Co., Ltd. entwerfen und bauen wir WHO-konforme Biosicherheitslabore für pharmazeutische F&E, Virologie, Mikrobiologie und Infektionskrankheitskontrolle. Dieser Leitfaden erklärt die wichtigsten Unterschiede im Design der Einrichtungen, den Containment-Systemen, der PSA und den Belüftungsanforderungen für jede BSL-Stufe.
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Übersicht über die BSL-Klassifikation

Laborstufe
Pathogenrisiko
Beispielagenten
Primäre Eindämmung
BSL-1 (P1)
Minimales Risiko
Nicht-pathogen
E. coli
Grundlegende PSA
BSL-2 (P2)
Mäßiges Risiko
Influenza, HIV, Hepatitis B
Klasse II A2 Biosicherheitswerkbank
BSL-3 (P3)
Hohes Risiko
Tuberkulose, SARS-CoV-2
Druckanzüge, doppelte HEPA
Quelle: WHO Labor-Biosicherheits-Handbuch, 4. Auflage

BSL-1 (P1) Laboranforderungen

BSL-1 ist die Einstiegsstufe der Biosicherheitsumgebung, die für nicht-pathogene Mikroorganismen geeignet ist.

1. Einrichtungsdesign

  • Standardbaumaterialien (Trockenbau, epoxidbeschichtete Böden)
  • Keine luftdichte Abdichtung erforderlich
  • Oberflächen müssen glatt und leicht zu reinigen sein
  • Grundlegende Spül- und Händewaschmöglichkeiten

2. Betriebsverfahren

  • PSA: Laborkittel, Handschuhe, Schutzbrille
  • Bearbeitete Stoffe:
Bacillus subtilis, nicht-pathogenes E. coli
  • Abfallentsorgung: Sterilisation oder chemische Desinfektionsmittel

3. Belüftungsanforderungen

  • 6–12 ACH (Luftwechsel pro Stunde)
  • Keine HEPA-Filterung erforderlich
  • Keine Anforderungen an die Luftstromrichtung

BSL-2 (P2) Laboranforderungen

BSL-2-Labore behandeln infektiöse Erreger mit mittlerem Risiko, die Krankheiten verursachen können.

1. Einrichtungsdesign

  • Luftdichte Wandsysteme (farbbeschichtete Stahlpaneele)
  • Klasse II A2 Biosicherheitswerkbank erforderlich
  • Vor-Ort-Autoklav
  • Notduschen und Augenspülstationen

2. Betriebsanforderungen

  • PSA: N95-Atemschutzmasken, doppelte Handschuhe, Gesichtsschutz
  • Bearbeitete Erreger: HIV, Hepatitis B, Influenza A
  • Verschüttungsreaktion mit VHP (Vaporisiertes Wasserstoffperoxid)

3. Belüftungsanforderungen

  • 12–15 ACH
  • Unterdruck
im Vergleich zu den umliegenden Bereichen
  • HEPA-gefilterte Abluft
(99,97 % @ 0,3 µm)
  • Richtungsweisender Luftstrom zu kontaminierten Zonen

BSL-3 (P3) Laboranforderungen

BSL-3-Labore arbeiten mit ernsthaften luftübertragbaren Krankheitserregern mit hohem Infektionspotenzial.

1. Anlagendesign

  • Vollständig versiegelte, luftdichte Konstruktion
  • Doppeltür-Luftschleusen mit Verriegelungssystemen
  • Klasse III Biosicherheitswerkbänke oder Druckanzüge
  • Durchlauf-Autoklaven
  • Effluent-Deaktivierungssystem (EDS)

2. Betriebsprotokolle

  • PSA: Vollkörper-Überdruckanzüge mit Atemschutzgerät
  • Bearbeitete Erreger: Mycobacterium tuberculosis, SARS-CoV-2, Ebola
  • Eingeschränkter Zugang mit biometrischer Authentifizierung
  • 24/7 Umweltüberwachung und Alarme

3. Belüftungsanforderungen

  • ≥15 ACH
  • 100% Durchlauf-Luft (keine Rückführung)
  • Doppelte HEPA-Filter
bei der Abluft
  • Redundante Abluftventilatoren
  • Optional: UV- oder thermische Verbrennung zur Sterilisation der Abluft

Wesentliche Unterschiede zwischen BSL-1, BSL-2 und BSL-3

Merkmal
BSL-1
BSL-2
BSL-3
Pathogenrisiko
Niedrig
Moderat
Hoch (in der Luft)
Biosicherheitswerkbank
Nicht erforderlich
Klasse II A2
Klasse III oder Druckanzug
PSA
Laborkittel & Handschuhe
N95 + Schutzbrille
Luftversorgter Vollanzug
ACH
6–12
12–15
≥15
Abluftfiltration
Keine
Einzel-HEPA
Doppelte HEPA + UV
Zugangskontrolle
Standard
Eingeschränkt
Biometrisch + Verriegelung

Warum das richtige Design von Biosicherheitslaboren entscheidend ist

Ein richtig konstruiertes Biosicherheitslabor verringert das Risiko von:
  • Laborerworbene Infektionen (LAIs)
  • Exposition gegenüber luftgetragenen Pathogenen
  • Kreuzkontamination von Geräten
  • Rechts- und Compliance-Verstöße
  • Pathogenfreisetzung in die Gemeinschaft
Die Einhaltung der WHO-, CDC- und lokalen Biosicherheitsstandards ist entscheidend zum Schutz sowohl der Forscher als auch der Öffentlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

F1: Was ist der Unterschied zwischen BSL-2- und BSL-3-Labors?

BSL-2-Labors behandeln Pathogene mit mittlerem Risiko unter Verwendung von Biosicherheitswerkbänken der Klasse II A2, N95-Masken und Räumen mit negativem Druck.
BSL-3-Labors behandeln hochriskante luftübertragbare Pathogene und erfordern Druckanzüge, doppelte HEPA-Filterung, vollständig abgedichtete Räume und 100 % Durchlauf-Luftsysteme.

F2: Wie viele Luftwechsel pro Stunde sind für ein BSL-3-Labor erforderlich?

Ein BSL-3-Labor benötigt ≥15 ACH, mit negativem Druck und Durchlaufbelüftung, um eine vollständige Eindämmung luftübertragbarer Pathogene zu gewährleisten.

Q3: Welche PSA ist für ein BSL-2-Labor erforderlich?

BSL-2-Einrichtungen erfordern typischerweise:
  • N95-Atemschutzmasken
  • Doppelte Handschuhe
  • Gesichtsschutz oder Schutzbrillen
  • Schützende Laborkittel
Im Vergleich dazu erfordert BSL-1 nur grundlegende PSA.

Q4: Benötigen BSL-3-Labore eine doppelte HEPA-Filterung?

Ja. Alle Abluft aus einer BSL-3-Einrichtung muss durch mindestens zwei HEPA-Filter in Reihe geleitet werden, oft kombiniert mit UV- oder thermischer Behandlung zur zusätzlichen Sicherheit.

Q5: Kann Luft innerhalb eines BSL-3-Labors zirkuliert werden?

Nein. BSL-3 erfordert 100% einmalige Luftzufuhr ohne Zirkulation, um eine potenzielle Verteilung von Pathogenen zu verhindern.
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